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"Handwerk und Wissenschaft sind miteinander verzahnt"

Das Gesundheitshandwerk der Hörakustik muss sich den Anforderungen der Zeit stellen, wenn es weiterhin stabil aufgestellt sein will. Paradigmenwechsel im Wirtschaftssystem, Bildungs- und Gesundheitswesen prägen die neuen Anforderungen an die Gesundheitsbranche:

Im Trend liegt schon heute das wirtschaftliche Konzept ‚Social Business‘. In das Bewusstsein der Bevölkerung rückt die Erkenntnis, dass eine monetäre Gewinnmaximierung allein nicht zum Allgemeinwohl beitragen kann – und dass Wertschöpfung also zu Wert(e)schöpfung erweitert werden muss. In den Vordergrund vieler Prioritäten rückt die Orientierung der Wirtschaft am Gemeinwohl, Kooperation und Gemeinwesen. Auch der Wunsch nach Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, sozialethische Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung („Partizipation“) wächst in der Gesamtbevölkerung weiter an.

Der multimediale Schwall an Werbung, Nachrichten und Unterhaltung ist darauf ausgerichtet, unsere Aufmerksamkeit in Beschlag zu nehmen. Das enthemmte Wachstum an Reizen, die auf unsere Aufmerksamkeit losgehen, lässt die Grenzen bewusster Realisierung irgendwann zum chronischen Engpass werden. Anlehnend an das Modell der Aufmerksamkeitsökonomie von Franck (1998) verzichten wir ganz bewusst auf Marketingmaterial der bekannten Art. Ein Zitat von Frank: „Niemand mit halbwegs wachen Interessen kann es sich heute noch leisten, alles im Informationsangebot wahrzunehmen, was ihn interessiert. Wir alle sind gezwungen, scharf zu selektieren und wegzulassen.“ Unsere Alleinstellungsmerkmale werden darum wie folgt mundgerecht auf den Punkt gebracht: Messung von BERA frequenzspezifisch im Spontanschlaf (ASSR), Hörgeräteanpassung an Kindern (Pädakustik) u. audiologischer Fachaustausch in Form von Netzwerkbildung.

Bevor die Tätigkeit des Gesundheitshandwerks der Hörakustik ausgeübt werden kann, musste man sich bisher über einen konventionellen Ausbildungsberuf dazu qualifizieren. Nunmehr weicht der klassische Weg der dualen Berufsausbildung durch den Trend der Durchlässigkeit der Bildungswege auf. Das vorausgehende Studium wird zur Normalität werden. Damit entstehen neue Herausforderungen bei der Zusammenarbeit. Heterogene Berufsgruppen entstehen, da sich handwerkliches Können und akademisches Wissen miteinander verzahnen.

Der Handwerksbetrieb wird seine Arbeitsabläufe hinterfragen, Prozesse analysieren und strategisch nachhaltige Entscheidungen treffen. Im weiteren Schritt wird der Gesundheitsbetrieb im Kontext seiner gesundheitsökonomischen Struktur erkannt. Im Fokus stehen bisher lediglich Endverbraucher und HNO-Arzt. Allerdings lassen sich über diese Schmalspur nur beschwerlich alle individuellen Kontextfaktoren in Bezug auf den Endkunden und Umwelt als Voraussetzung für das angestrebte Behandlungsziel zufriedenstellend berücksichtigen. Das Ziel des multidisziplinären Zusammenarbeitens stellt die hohe Lebensqualität für den Endkunden, seine Familie und Freunde dar.


Wir fassen unseren Leitsatz wie folgt zusammen:

Die Dienstleistung des Gesundheitsdienstleisters steht im Mittelpunkt und
nicht die monetäre Umsatzmaximierung des Einzelhandels.


So ehrlich wollen wir sein. Kritische Stimmen unserer Zweifler meinen, das Leitbild sei idealistisch. Allerdings können wir auf Grundlage unserer täglichen Erfahrung dagegenhalten: unser Leitbild ist zeitgemäß und realistisch! An dieser Stelle ein Zitat des Soziologen und Publizisten Harald Welzer (2013): "Natürlich hat gegenwärtig niemand eine Antwort darauf, wie eine postkapitalistische Wirtschaft aussehen und funktionieren würde, aber das ist kein Argument gegen den Befund, dass man mit dem Kapitalismus nicht durch das 21. Jahrhundert kommen wird."



Das Unternehmen ist seit Beginn Mitglied der
Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland e. V.
Mitgliedsnummer: 20200109DE


Durch den Vortrag begleitet Sie
Herr Christian Felber zum Thema: "Wirtschaft neu denken"
(YouTube, 2017)


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Audiologisches Hörstudio - Ludwigshafen
Rheinallee 8, 67061 Ludwigshafen am Rhein, Germany

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